Handweberei "Henni Jaensch-Zeymer" Inh. Ulla Schünemann


Inhaberin Ulla Schünemann

Die Handweberei Geltow im Spiegel der Medien

Leinen war Trumpf vor 4000 Jahren

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Besondere Modenschau mit Modellen aus dem Zweistromland

Mit Beifall sparten die Besucher aus nah und fern bei der ersten diesjährigen Modenschau im aktiven Museum Handweberei „Henni Jaensch-Zeymer“ in Geltow nicht. Viel Anklang fand die Idee von Studenten der Designerklasse von Prof. Andrea Engelmann der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, einmal zu zeigen, was die Mesopotanier einst trugen. Eine solche besondere Modenschau wollte gründlich vorbereitet sein. „So trugen die Studenten Dokumentationen zusammen, um zu erkunden, wie die Mesopotanier vor 4000 Jahren lebten“, erklärte die Professorin. Leinen war demnach der Hauptstoff. Um die Kleidung der Antike darzustellen, fanden die Studenten in der Geltower Handweberei schließlich richtigen Partner. „Wir stellten für das Projekt Stoffe zur Verfügung und führten mit ,Schnellkursen’ in die Technik des Webens und Spinnens ein“, erzählte Handwebereileiterin Ulla Schünemann. Wie die Studenten ihre Ideen dann umsetzten, davon konnten sich die Zuschauer am vergangenen Sonnabend beeindruckt überzeugen. Die Models führten in die Blütezeit des Zweistromlandes. Bestimmt waren auch damals die jungen Damen so schön wie heute und trugen der Zeit und dem Anlass entsprechend recht erotische Kleider. Im zweiten Modenschaublock führten Models Freizeitbekleidung aus Leinen vor – made in Geltow. Es ist schon beeindruckend, mit welchem Ideenreichtum und perfektem Handwerk Kombinationen, auch Anzüge für die Männer, in der Handweberei entstehen. Im dritten Abschnitt zeigten die Berliner Studenten, wie Bekleidung unter dem Thema „Linien und Fransen“ mit Fantasie zu einem Blickfang werden kann. Zum Einsatz kamen Materialien wie Wolle, Filz, viel Leinen, aber auch Kunststoffe Wer die sehenswerte Modenschau am vergangenen Sonnabend verpasste, hat am kommenden Sonnabend, dem 26. Mai, wiederum um 15.30 Uhr auch bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen Gelegenheit, die Models mit ihren Kleidern in der Handweberei Geltow, Am Wasser 19, zu erleben.


Artikel von Wolfgang Post zitiert nach Potsdamer Neueste Nachrichten vom 22. 05. 2001