Handweberei "Henni Jaensch-Zeymer" Inh. Ulla Schünemann


Inhaberin Ulla Schünemann

Die Handweberei Geltow im Spiegel der Medien

Ausstellung

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Hauptsache praktisch

Kunst? Ich mache Teller, Tassen und Töppe", gab Hedwig Bollhagen stets jenen als Antwort, die mit ihr über Kunst reden wollten. Als sie 2001 mit 93 Jahren starb, hinterließ die Keramikerin eine gewaltige Anzahl von Fayence- und Steingutgeschirren. Im Potsdamer Museumshaus "Im Güldenen Arm" können nun einige der schönsten Keramiken Bollhagens bewundert werden, deren Werkstätten in Marwitz bei Velten dieses Jahr 70 Jahre alt werden. Wer die Handweberei in der Geltower Straße Am Wasser 19 betritt, der fühlt sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Und doch klappern die 200 Jahre alten Webstühle darin noch täglich, als wäre die Firmengründerin nur kurz hinausgegangen. 100 Jahre wäre Henni Jaensch-Zeymer dieser Tage alt geworden. Das Werk der 1998 verstorbenen Altmeisterin - Tischdecken, Handtücher oder Gardinen aus erdbrauner Wolle - wird von Handwebermeisterin Ulla Schünemann fortgeführt. Ergänzt wird die Schau von Aquarellen des Berliners Hans Schiller und Flechtarbeiten von Christine Herling. Seit 1990 ist sie als Handwerksmeisterin für Korb- und Stuhlflechterei in Kleinmachnow tätig. Die Arbeiten von Bollhagen, Jaensch-Zeymer, Schiller und Herling spiegeln allesamt Tätigkeiten, die Menschen seit Jahrtausenden betrieben haben.


Artikel von dwh zitiert nach Berliner Morgenpost vom 19. 07. 2004